von Harro Rhenius

„Die Tätigkeit im öffentlichen Dienst ist zweifelsfrei sinnstiftend – aber sie muss auch mit Blick auf die Arbeitsbedingungen erstrebenswert sein“, mahnt Tellkamp.

Als aktuelles Beispiel für Frustration bei Beamtinnen und Beamten nennt der dbb sh die überlange Dauer bis zur Rechtsklarheit in wichtigen Anspruchsfragen. So steht noch immer die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes über die Zulässigkeit des Eingriffs in das Weihnachtsgeld aus, der in Schleswig-Holstein bereits vor 17 Jahren erfolgt ist. „Dies muss als ausgesprochen problematische Entwicklung bezeichnet werden, die die herausragende Funktion des Berufsbeamtentums und die uneingeschränkte Identifikation mit dem Rechtsstaat nachhaltig beschädigen kann“, heißt es in einem jetzt verschickten Schreiben des dbb sh an das Bundesverfassungsgericht.

von Harro Rhenius

Ein Gesetzentwurf der Landesregierung von Schleswig-Holstein für eine verfassungskonforme amtsangemessene Alimentation lässt auf sich warten, obgleich Verfassungsbeschwerde sowohl beim Bundesverfassungsgericht als auch Klagen beim schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht vorliegen.

Die im Landtag vertretenen Fraktionen sehen sich offensichtlich nicht in der Lage, selbst einen verfassungskonformen Gesetzentwurf 2023/2024 einzubringen.

Die „Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein“ (IVL-SH) fordert die Gericht auf, endlich ein  Urteilsspruch zu fassen. Wir wollen nicht länger warten.

Die Besoldung der Beamtinnen und Beamten in diesem Land muss endlich amtsangemessen ausgestaltet werden. Schließlich ist das Beamtenverhältnis keine Einbahnstraße. Nicht nur die Beamtinnen und Beamte haben Pflichten, sondern auch deren Dienstherr.

von Dirk Meußer

75 Jahre Grundgesetz – VDR fordert Stärkung der demokratischen Werte an Schulen

„Das Grundgesetz ist der Anker der politischen Ordnung in Deutschland. Die darin zugrunde gelegten Grundwerte sind aber nicht selbsterfüllend. Sie erfordern zwingend, dass sie von den Bürgerinnen und Bürgern getragen, verteidigt und gelebt werden. Sie müssen aber auch an jede nachfolgende Generation neu vermittelt werden“, betont Ralf Neugschwender, Vorsitzender des VDR. Daher hat sich der Bundesvorstand bei seiner Vorstandssitzung im April intensiv mit der Demokratiebildung an Schulen befasst und ein Positionspapier dazu beschlossen.

von Harro Rhenius

Mathematik ist das MINT-Fach, in dem sich die Schülerinnen und Schüler in Deutschland besonders schwertun – mit beunruhigender Tendenz: Laut MINT Nachwuchsbarometer 2024 haben die mathematischen Leistungen bei der Gruppe der 15-Jährigen zwischen 2012 und 2022 um 39 Punkte abgenommen. Das entspricht einem Kompetenzrückstand von einem kompletten Schuljahr. Der Anteil der besonders leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler ist in diesem Zeitraum ebenfalls gestiegen: von rund 17 Prozent in 2012 auf etwa 29 Prozent in 2022. Gleichzeitig hat sich der Anteil an leistungsstarken Schülerinnen und Schülern halbiert und umfasst 2022 noch knapp neun Prozent.

von Dirk Meußer

Die in den Osterferien von Ministerin Karin Prien verkündete Abschaffung des Fehlerquotienten in Deutsch-Klassenarbeiten lässt Böses erahnen. Begründet wird sie mit einer Vereinheitlichung der Prüfungsbedingungen bezogen auf das Abitur, begleitet wird sie vom Versprechen, dass die Rechtschreibung zukünftig mithilfe von Kriterienbögen qualitativ statt quantitativ bewertet würden.

Dazu äußert unser Landesvorsitzender Dirk Meußer: „Bereits jetzt geht die Korrektur der Lehrkraft deutlich über das Zählen der Fehler hinaus. Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt eine qualitative Rückmeldung über Fehlerschwerpunkte. Tatsächlich lassen die jetzigen Veränderungen einen zukünftigen Relevanzverlust der Rechtschreibleistung erahnen. Der Fehlerquotient hat sich bewährt, denn ein Schülertext mit über 100 Rechtschreibfehlern kann auch im Gesamturteil nicht „gut“ sein. Wir werden als IVL aufpassen, dass im Namen vermeintlicher Verbesserungen im neuen Schuljahr nicht die Kapitulation vor den schlechten Rechtschreibleistungen der Schülerinnen und Schüler vollzogen wird.“