Zum Ende des Bildungsrates

von Dirk Meußer

Mit dem Ausstieg Bayerns und Baden-Württembergs aus dem geplanten Nationalen Bildungsrat sieht auch unsere schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien das Projekt als beendet an.

Die IVL begrüßt diese Entwicklung. Zwar bleibt das Ziel, vergleichbare Bildungs- und Abiturstandards zu entwickeln, wichtig. Dies dürfe allerdings nicht zu einer Harmonisierung nach unten führen, so der IVL Vorsitzende Dirk Meußer.

Der geplante Ausschluss der Lehrerverbände in dieser Institution zugunsten vermeintlicher Bildungswissenschaftler zeige deutlich, dass auch hier versucht werden sollte, die Interessen der differenzierten Schularten auszuschließen. So verständlich die Ablehnung Bayerns aber auch ist. Der behauptete funktionierende Wettbewerb des jetzigen Bildungsföderalismus sei fragwürdig, wenn man sich die Ergebnisse der letzten IQB Studie anschaue, so Meußer.

Die weit vorne liegenden differenzierten Systeme in Sachsen und Bayern finden keine Nachahmung, stattdessen lernen die Gewinner von den Verlierern, wenn in Sachsen die Gemeinschaftsschule eingeführt wird.

Es gelte nun, bundesweit für Bildungsqualität zu kämpfen, statt nur Bayern als Insel der Qualität zu bewahren, so der IVL Landesvorsitzende abschließend.
 

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