von Harro Rhenius

Sie hatten sich für das Studium „Lehramt“ an einer qualifizierten Hochschule entweder in Schleswig-Holstein oder in einem anderen Bundesland entschieden.

Unabhängig, für welche Schulart Sie sich entschieden haben, eines ist allen Schularten gemeinsam: Das Studium vermittelt unter der Überschrift "Pädagogik und Bildung" all das Wissen, das Sie als zukünftige Lehrerinnen und Lehrer benötigen.

Sie haben im Rahmen Ihres Studium auch Praktika Schulen geleistet. Das Studium gliederte sich in zwei Abschnitte: 6 Semester bis zum Bachelor of Arts in Bildungswissenschaften und anschließend 4 Semester bis zum Master of Education. Dann geht es für 18 Monate in den Vorbereitungsdienst an Schulen im Lande.

von Harro Rhenius

Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: Initiative gegen das Berufsbeamtentum gescheitert

Die unter dem Dach des DGB organisierte GEW ist mit ihrem auch in Schleswig-Holstein verantworteten Versuch gescheitert, das
Streikverbot für Beamtinnen und Beamte zu kippen. Was auf den ersten Blick als reizvolles Ziel erscheint, entpuppt sich aus fachlicher
Sicht als Initiative gegen das Berufsbeamtentum: Würde das Streikverbot kippen, könnten auf der anderen Seite bestehende
positive Elemente des Berufsbeamtentums nicht mehr aufrechterhalten werden.

von Dirk Meußer

Plön, 07. Dezember 2023

Die Ergebnisse der PISA-Studie erschrecken, obwohl sie scheinbar niemanden überraschen. Überraschend sind hingegen die Schlussfolgerungen, die aus dem Absinken des Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler in Deutschland in allen Schularten gezogen werden. So kritisiert Andreas Schleicher von der OECD das „frühe Aussortieren“ nach der 4. Klasse in Deutschland und postuliert das längere gemeinsame Lernen von schwachen und starken Schülerinnen und Schüler als Antwort auf das gesunkene Leistungsniveau über alle Schularten hinweg.

Bei dieser undifferenzierten Kritik an Schulstrukturen wird übersehen, dass es das gescholtene deutsche Schulsystem überhaupt nicht gibt, sondern in der Verantwortung der Bundesländer höchst unterschiedliche Schulstrukturen vorgehalten werden. Da die Studie keine Länderleistungen aufschlüsselt, bleiben solche Deutungen unseriös. Zudem sei angemerkt, dass bereits der „Schock“ der ersten PISA-Studie zu einem Umbau der Schulstrukturen in einigen Bundesländern im Sinne Schleichers führte, wie der Abschaffung der Haupt- und Realschulen in Schleswig-Holstein zugunsten der Gemeinschaftsschulen, die uns nicht an die Spitze nationaler Bildungsrankings brachte.

von Harro Rhenius

Kiel, 14.11.2023 - dbbsh news

Mitten in der Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder sind die haushaltspolitischen Spielräume infolge der Notkredit-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes noch enger geworden. „Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes werden die Suppe nicht erneut auslöffeln“, stellte dbb Landesvorsitzender Kai Tellkamp bei einer Kundgebung mit rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben dem Kieler Finanzministerium klar.

Die Kundgebung schloss sich an einen Protestzug vom Exerzierplatz zum Regierungsviertel an. Mit dabei waren sowohl Tarifbeschäftigte, die gestreikt haben, als auch Beamtinnen und Beamte, die in ihrer Freizeit protestiert haben. Betroffen von der Einkommensrunde sind nämlich beide Statusgruppen: zunächst muss ein Tarifabschluss durchgesetzt werden, anschließend geht es in um die Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten des Landes sowie der Kommunen – ohne jegliche Abstriche!

Der im öffentlichen Dienst besonders dramatische Fachkräftemangel, die hohen Preissteigerungen der letzten Monate sowie die bereits durch-gesetzte Einkommensanpassung für die Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen erhöhen den Druck erheblich. Doch die Arbeitgeber haben noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt. „Da hilft kein sicherer Arbeitsplatz mehr, sondern eher der sichere Arbeitsplatzwechsel“, so Tellkamp. „Die Arbeitszeit von 41 Stunden und das zusammengestrichene Weihnachtsgeld bei den Beamten erweisen sich immer wieder als zusätzliches Attraktivitätsverhinderungsprogramm für den öffentlichen Dienst“.

dbb Landesjugendleiterin Sina Wohlauf sowie Bundesjugendleiter Matthäus Fandrejewski machten deutlich, dass Nachwuchskräfte dringend konkurrenzfähige Rahmenbedingungen benötigen, um in den öffentlichen Dienst zu kommen und dort zu bleiben. dbb Tarifchef Volker Geyer appellierte an die Arbeitgeber, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Dr. Christine Schmehl vom Richterverband beklagte einen unwürdigen Umgang mit dem Rechtsstaat. Finanzministerin Monika Heinold, die ebenfalls anwesend war, verwies auf einen sorgfältigen Umgang mit den Haushaltsmitteln. Ihr gelang es aber nicht, die Protestierenden zu besänftigen.

Diese Chance besteht aber in der dritten Runde der Tarifverhandlungen vom 7. bis zum 9. Dezember – nämlich mit einem fairen Angebot, dass den Einkommensrückstand beseitigt.

von Harro Rhenius

Bei Schietwetter haben wir am 2. Tag der Mahnwache vor dem Finanzministerium gestanden. Wir konnten Gespräche mit Passanten führen.