Logo IVL 90IVL zum Hamburger Schulleistungstest KERMIT: Schleswig-holsteinische Gemeinschaftsschulen vor dem Hamburger Weg bewahren – abschlussbezogene Klassen zulassen!

Unter dem Motto „Kompetenzen ermitteln“ – KERMIT – führen alle Hamburger Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien seit dem Schuljahr 2012/13 jährlich in unterschiedlichen Klassenstufen standardisierte Schulleistungstests durch. Die Aufgaben orientieren sich an den Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und der Hamburger Bildungspläne. Die Test-Ergebnisse informieren die Lehrkräfte über fachbezogene Stärken und Schwächen ihrer Lerngruppen.

Nach den Ergebnissen der Erhebung erreichen 63 Prozent der Stadtteilschüler nicht den Mindeststandard im Fach Mathematik und die Spreizung der Deutschergebnisse gegenüber den Gymnasiasten sei überdeutlich.

„Das ist sehr beunruhigend, da die Hamburger Stadtteilschulen in der Regel das gleiche Prinzip wie die Gemeinschaftsschulen bei uns verfolgen – radikale Inklusion, Binnendifferenzierung und so genanntes ,längeres gemeinsames Lernen’ als bildungspolitisches Allheilmittel – aus unserer Sicht ist der Hamburger Weg der falsche“, kommentiert die Landesvorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) Grete Rhenius die Ergebnisse im Nachbarland.

Die Hamburger FDP-Fraktion hat nach Ansicht der IVL einen der Systemfehler ausgemacht und zu Recht darauf hingewiesen, dass eine Qualitätssteigerung nur mit abschlussbezogenen Klassen möglich sei.

Rhenius: „Wir hoffen, dass die Liberalen in Schleswig-Holstein es ihren hanseatischen Parteifreunden gleichtun und am besten auch die anderen regierungstragenden Fraktionen davon überzeugen, dass weniger Ideologie mehr Qualität in der Bildung bedeutet.“

V.i.S.d.P. IVL-SH

Tade Peetz, Pressereferent                                                                                            Heikendorf, 21. Juli 2017
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