Logo IVL 90Die IVL gratuliert Karin Prien zur Ernennung als Bildungsministerin und hofft auf karibischen Schwung statt hanseatischer Kühle bei drängenden Problemen  

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, FDP und Grünen sagt, dass die Landesregierung erhalten möchte, „was sich bewährt hat“. Der Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) stellt sich die Frage, was sich z.B. an dem mittlerweile 10jährigen Experiment ,Gemeinschaftsschule' aus Sicht der Koalitionäre bewährt habe.

„Höherer Unterrichtsausfall, höherer Krankenstand, höhere Schulabbrecherquoten, Niveauverluste in allen Fächern, steigende Arbeitsbelastung von Lehrkräften - das sollte alles ernst genommen und nicht als bewährtes Modell tituliert werden“, so die IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius.

Für die IVL verbindet sich mit dem Wechsel an der Hausspitze von der Hamburgerin Britta Ernst zur Hamburgerin Karin Prien die Hoffnung, dass die hanseatische Unterkühlung, mit der auf die Klagen aus den Gemeinschaftsschulen bisher reagiert wurde, ein Ende findet. Stattdessen möge Frau Prien mit karibisch-pragmatischem Schwung diese Probleme angehen. Positive Ansätze wie z.B. die Abschaffung der unsäglichen Methode , Schreiben nach Gehör' sind ja durchaus vorhanden.

Es müsse endlich eine Abkehr von der ideologiegeleiteten Bildungspolitik der Küstenkoalition beschritten werden. Rhenius: „Ansonsten müssten die Lehrkräfte im Land wohl zur Kenntnis nehmen, dass Jamaika eben eine Insel ist und ebenfalls sehr viel ,Küste' hat.“

V.i.S.d.P. IVL-SH

Tade Peetz, Pressereferent                                                                               Heikendorf, 30. Juni 2017

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