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Anlässlich der Pressemitteilung des Landesrechnungshofes (LRH) zur Prüfung des Erfassungssystems ODIS stellt die Vorsitzende der Interessenvertretung der Lehrkräfte (IVL) Grete Rhenius fest: „Wir gehen davon aus, dass auch der tatsächliche Stundenausfall in den Regional- und Gemeinschaftsschulen bei 10 % liegt, wenn nicht höher!“ Nach Ansicht der IVL sollte eine erneute Strukturdebatte zumindest so lange vertagt werden, bis sichergestellt ist, dass den Schulen genügend Personal zur Verfügung steht. „Hier steht die Dänenampel, wenn sie denn kommt, in der Pflicht, da sie vor der Landtagswahl den vollständigen oder teilweisen Erhalt von Lehrerstellen – der so genannten demografischen Rendite - versprochen hatte“, so Rhenius weiter. Die IVL teilt diesbezüglich die Auffassung der in Vorbereitung befindlichen Koalition, dass dem Stundenausfall an den Schulen nur mit einer höheren Grundversorgung an Lehrerstellen begegnet werden kann. „Die Zahlen des Rechnungshofes sprechen eine deutliche Sprache und zwingen die Politik zum Handeln“, so Rhenius abschließend.
Hier die Pressemitteilung des Landesrechnungshofes im Wortlaut.
Die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) bekundet ihre Solidarität mit den baden-württembergischen Realschulrektoren, denen aufgrund verhaltener, sachlich begründeter Vorbehalte gegen das Schulkonzept der dortigen Landesregierung von ebendieser ein Maulkorb verpasst werden soll.
„Bei voller Anerkennung des Mäßigungsgebots für Beamte darf es nicht dazu kommen, dass zum kritischen Dialog aufgeforderte Lehrkräfte am Ende disziplinarisch belangt werden“, stellt IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius klar, „schon gar nicht, wenn den Gemaßregelten möglicherweise eine bestimmte Verbandszugehörigkeit oder –nähe unterstellt wird!“
Die IVL wird immer überparteilich einfordern, dass die Lehrkräfte die Möglichkeit zur Evaluation der überall angefangenen Schulreformen wahrnehmen dürfen.
Die Zeiten, in denen konstruktiver Kritik an rein ideologisch motivierter „Schulpolitik“ mit Maulkörben und der Disziplinar-Keule vonseiten der Schuladministration begegnet wurde, sollten aus Sicht der IVL in Deutschland vorbei sein.
Hier der Sachverhalt in der regionalen Berichterstattung.
Die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) fordert die Schatten-Bildungsministerin der SPD, Prof. Waltraud Wende auf, sich für ihre sprachliche Entgleisung im heutigen shz-Interview öffentlich bei den Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften der schleswig-holsteinischen Regionalschulen zu entschuldigen. „Wer Kinder als Reste bezeichnet, hat ein seltsames Menschenbild“, kommentiert IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius die Äußerung der Flensburger Universitätspräsidentin, nach der „die Regionalschule (...) letztlich die Restschule so wie früher die Hauptschule“ sei. „Nach eigenem Bekunden findet sie die ideologisierte Schuldebatte „ganz fatal“ – die Diktion „Restschule“ widerspricht dieser Aussage jedoch gewaltig!“, so Rhenius weiter. Nach Auffassung der IVL zeigt Frau Prof. Wende mit dem Gebrauch dieses Kampfvokabulars aber auch, dass es ihr in erster Linie offenbar um weitere Strukturveränderungen in den Schulen geht. „Offensichtlich hat Frau Prof. Wende aber überhaupt keinen Einblick in die Schullandschaft, wenn sie davon spricht, sie „finde heterogene Lerngruppen sehr gut“ – denn so manche Regionalschule differenziert weniger äußerlich als eine benachbarte Gemeinschaftsschule. Wir erwarten etwas mehr Respekt vor einer Schulform, die den hoch anerkannten mittleren Bildungsabschluss anbietet und hohe Übergangsquoten in die gymnasialen Oberstufen erzielt“, so Rhenius abschließend.
Hier das Interview im Wortlaut.
IVL zur Allensbach-Studie: Die Mehrheit der Schleswig-Holsteiner will ein differenziertes und begabungsgerechtes Schulsystem und vor allem: Ruhe in den Strukturen und Bildungsqualität!
Anlässlich der letzten Parlamentsdebatte vor den Landtagswahlen weist die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) die Bildungspolitiker auf die jüngst veröffentlichte Allensbach-Studie „Lehre(r) in Zeiten der Bildungspanik“ hin, die die wahren Missstände in den Schulen offenlegt. „Es sind vor allem die Rahmenbedingungen an den Schulen, die den Eltern und Lehrkräften Sorge bereiten und nicht die Strukturen, weshalb die Diskussion sich jetzt nicht mehr um das eine oder das andere Modell drehen darf. Alle Beteiligten wünschen sich Ruhe“, so IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius. Nach Ansicht der IVL wird die zukünftige Bildungspolitik die Aufgabe haben, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Lehrkräfte wieder mehr mit Schülerinnen und Schülern sprechen können, als jährlich wiederkehrend über die Strukturen zu konferieren, nach denen sie sich je nach politischer Großwetterlage richten sollen. Rhenius weiter: „Die Zeiten der großen Strukturveränderungen müssen in Schleswig-Holstein ein Ende haben, es geht um den Erhalt von Bildungsqualität. Für Schüler, Lehrkräfte und Eltern ist die Sache klar: Die Lehrer müssen gut ausgebildet und die Klassenstärken klein sein, dann kann das meiste vor Ort geregelt werden!“ Neben diesem dringenden Wunsch nach Ruhe in Schulen – der sich im Übrigen am Krankenstand der Kollegien ablesen lässt – wird durch die Allensbach-Befragung auch eines deutlich: Die vielfach kolportierte politische Auffassung, die Schleswig-Holsteiner wünschten sich ein Einheitsschulsystem, ist widerlegt. Gestärkte Regional- und Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, die nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern ein gefächertes Bildungsangebot repräsentieren, sind der Wunsch der Mehrheit der Menschen im Land. „Der politische Streit darf zukünftig nur darum gehen, wie viel Geld man zusätzlich in die Bildung investieren will!“, appelliert Rhenius abschließend.
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IVL zu den Wahlversprechen der Dänenampel-Parteien: „Unterrichtsqualität beginnt damit, dass Unterricht überhaupt erst einmal stattfindet“ – Tatsächlicher Stundenausfall von 10 %






